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Ein Blick über den Tellerrand: So liefen die Shanghai Masters 2019

Das Billardspiel wird auch in Österreich immer beliebter. Dies erkennt man nicht zuletzt an den zahlreichen regionalen Billardclubs oder dem jungen Snooker-Ausnahmetalent Florian Nüßle, der den österreichischen Staatsmeistertitel dreimal in Folge gewinnen konnte. Aber auch das allgemeine Interesse ist gestiegen. Sportsender wie Eurosport beispielsweise erreichen mit der Übertragung internationaler Snooker-Turniere Traumquoten. Zuletzt stand das Shanghai Masters im Fokus der Billard-Welt. Wir werfen einen Blick auf eines der ersten Turniere der Saison.

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Die Top 16 der Weltrangliste duelliert sich in China

Seit über zehn Jahren gehören die Shanghai Masters zum festen Bestandteil der Snooker Main Tour. Bis vor zwei Jahren handelte es ausschließlich um ein Ranglistenturnier. Seit 2017 allerdings wird es als Einladungsturnier ausgetragen. Neben den Top 16 der Weltrangliste, wurden die vier nächstbesten chinesischen Spieler sowie vier chinesische Amateure eingeladen. Diese 24 Spieler machten dann die über 750.000 Pfund Preisgeld unter sich aus.

Vier Chinesen in Runde zwei

Der Turniermodus sah vor, dass die acht chinesischen Teilnehmer gegen, die von Platz neun bis Platz 16 gelisteten Spieler antreten mussten. Die Top 8 der Weltrangliste war hingegen für das Achtelfinale gesetzt. Überraschenderweise setzte sich in der ersten Runde beispielsweise der Amateur Zhang Yi gegen den 16. der Weltrangliste, Ali Carter, durch. Zudem erreichten mit Xiao Guodong, Ding Junhui und Liang Wenbo drei weitere Chinesen die nächste Runde. Im Achtelfinale traf Überraschungssieger Zhang Yi dann auf den Weltranglistenersten und Titelverteidiger Ronnie O’Sullivan, der bei den Sport Wetten mit einer Quote von 5,5 (Stand 24.9.) einer der Favoriten für kommende WM ist. The Rocket machte seinem Namen mal wieder alle Ehre und kurzen Prozess mit dem Chinesen. In nur 60 Minuten zog der Brite mit 6:0 ins Viertelfinale ein. Auch der Australier Neil Robertson lieferte im Viertelfinale eine überragende Partie gegen Ding Junhui ab. Vor allem in den ersten vier Frames spielte er stark auf.

Ein Australier unter vielen Briten

So kam es dann, dass Neil Robertson der einzige Nicht-Brite unter den letzten Acht war. Während sich Ronnie O’Sullivan einen packenden 6:5 Fight mit Kyren Wilson lieferte, setzte sich Robertson mit 6:2 gegen Barry Hawkings durch. Auf der anderen Seite hatte Shaun Murphy keine Probleme mit seinem Landsmann Jack Lisowski. Gleiches galt für den Nordiren Mark Allen, der den Weltranglistenzweiten Judd Trump überraschend klar mit 6:1 nach Hause schickte. Somit stand das Halbfinale fest. In der ersten Begegnung sollte Shaun Murphy auf Mark Allen treffen und Ronnie O‘Sullivan bekam es mit Neil Robertson zu tun.

The Rocket holt das Triple

Im ersten Halbfinale ließ Murphy seinem Kumpel Allen keine Chance und besiegte seinen alten Trainingspartner mit 10:3. Murphy machte somit seinen zweiten Finaleinzug in Folge klar. Allerdings musste er hier gegen den unumstrittenen Superstar des Snookers antreten. Nachdem sich O’Sullivan im Halbfinale mit 10:6 gegen Robertson durchsetzte, hieß die Finalpaarung Shaun Murphy gegen The Rocket. Hier lieferten die beiden mit einer packenden Partie den Höhepunkt der Shanghai Master. Letztlich triumphierte Ronnie O’Sullivan zum dritten Mal in Folge in China.